
|
In der Regel ist es zum Mitspielen erforderlich, daß man das Amtsblatt abonniert hat, wozu man sich am besten an den Herausgeber Michael Blumöhr wendet. Die Anmeldung muß Name, Adresse, Datum, Spiel und evtl. Pseudonym enthalten. Es kann ein Spielpfand verlangt werden. Bei einigen Spielen ist hier bereits stets die aktuelle Auswertung zu finden, so daß man unter Umständen auch ONLINE (also ohne Abonnement des Amtsblatt - quasi nur im WWW) mitspielen kann. Hierzu sollte man jedoch vorher auf jeden Fall Rücksprache beim jeweiligen Spielleiter halten. |
|
Anno Domini
|
In welchem Jahr wurde Monopoly erfunden? Wann stellte Newton das Gravitationsgesetz auf? Was erschien früher: Schillers "Räuber" oder Goethes "Werther"? Anno Domini funktioniert ähnlich wie das gleichnamige Kartenspiel von Urs Hostettler. Alle Spieler/innen nennen dem GM ein historisches Ereignis mit dessen Jahreszahl. Der GM sammelt alle eingegangenen Ereignisse und legt sie den Spieler/innen in einer beliebigen Reihfolge - und selbstverständlich ohne Nennung der Jahres - vor. Diese gilt es nun in die richtige Reihenfolge zu bringen. Je besser eine aufgestellte Reihe ist, desto mehr Punkte bringt sie. NMRs sind in dem Spiel unschädlich. Der Einstieg ist jederzeit möglich. |
|
Comical
|
Comical ist die Abwandlung von Poesiemeister auf den Comic-Strip: Der GM veröffentlicht einen - den Spielern hoffentlich unbekannten - Comic-Strip, bei dem er eine Sprechblase abdeckt. Jeder Spieler muß nun einen Vorschlag einreichen, wie diese abgedeckte Sprechblase zu füllen ist. Alle vorgeschlagenen Sprechblasenfüllungen werden inklusive des Originaltextes in der nächsten Runde veröffentlicht. Jetzt dürfen die Spieler die Originalität oder den Witz der eingesandten Fortsetzungen mit Punkten belohnen. In jeder Runde werden ein neuer Comic-Strip, vom letzten Comic-Strip die eingereichten Vorschläge und vom vorletzten die eingereichten Tips veröffentlicht und die Punkte verteilt. Comical ist das Spiel für all jene, die in den Zeitungen und Zeitschriften erst die Comic-Strips lesen und sich erst dann dem redaktionellen Teil widmen. |
|
Das kleine Egon-Spiel
|
(von Michael Blumöhr et al.)
Das kleine Egon-Spiel entstand als Parodie auf Wirtschaftsspiele und hat sich inzwischen zu einem funktionierenden Spiel entwickelt. 12 Spieler treten in einem Turmbauwettbewerb gegeneinander an. Und da man selbst den höchsten Turm haben will, ist jedes Mittel recht: Denunziation, Falschgelddruck, Bestechung, Diebstahl, Sabotage und Erpressung sind einige der netteren Aktionsmöglichkeiten in diesem Spiel. Ganz wichtig ist dabei die Presse: Mindestens vier pressewirksame Aktionen muß jeder Mitspieler innerhalb der Partie durchführen. Dabei fällt jeweils mindestens eine halbe Seite Presse an, die die Auswertung des Spiels auch für Nichtmitspieler lesenswert macht. Rollenspiel ohne Dungeons & Dragons ist gefragt... |
|
Fang den Hut
|
(von Greg Chapman und Michael Blumöhr)
Das Postspiel hat mit dem Original-Brettspiel nur noch wenig gemein: Durch simultane Züge und gleichviele Bewegungspunkte für alle Spieler wird aus dem Würfelspiel ein spannendes Bluff- und Pokerspiel. |
|
Golf
|
(von Richard Rotter)
Golf ist eine abstrakte Zahlen-Tüftelei. In jedem Turnier gibt der Spielleiter die Länge von 6 Bahnen (mit einer kleinen Abweichungsformel) bekannt. Nun kann der Spieler 4 Schläger (Zahlen) wählen; die Zahl beschreibt jeweils die Weite, die der Ball mit diesem Schläger gespielt werden kann. Je nach Szenario kann z. B. von Turnier zu Turnier nur ein Schläger gewechselt oder die Wechselmöglichkeit für spätere Turniere aufgespart werden. Gespielt wird die (eindimensionale) Bahn durch Vorwärts- bzw. Rückwärtsschlagen mit den gewählten Schlägern; normalerweise wird dies von einem Auswertungsprogramm automatisch erledigt. Turniersieger ist der Spieler mit den wenigsten Schlägen. Es wird eine Weltrangliste geführt, in der für alle Spieler die Ergebnisse der letzten 10 Turniere berücksichtigt werden. Das Spiel hat kein definiertes Ende; Ein- und Ausstieg ist jederzeit problemlos möglich. |
|
Melody
|
(von Edgar Forschbach & Michael Heißing)
Melody ist eine Art Mehrpersonen-Quiz - jeder stellt Fragen, die von allen Mitspielern beantwortet werden dürfen/können/sollten. Inhalt der Fragen sind Textzeilen aus mehr oder weniger bekannten Liedern -- Pop/Rocksongs, Schlager, Hits in englisch, deutsch, was-auch-immer. Eine Frage in Melody würde demnach beispielsweise lauten: Aus welchem Song und von wem ist 'Naanaanananananananananana'? Die entsprechende Antwort: 'Hey Jude, The Beatles'. In jeder Runde bekommt man Punkte für das Erraten von Liedzeilen, und der Einsender einer Textzeile bekommt um so mehr Punkte, je näher die Anzahl der richtigen Einsendungen bei der halben Anzahl aller Mitspieler liegt. Das heißt, man sollte möglichst solche Liedzeilen einschicken, die gerade die Hälfte aller Mitspieler richtig bestimmen können. Melody ist ein ewiges Spiel, bei dem man auch gelegentlich mitspielen kann. |
|
Nomic
|
(von Peter Suber)
Hier sind die Spielregeln als Gesetzestexte in Paragraphen gefaßt. Im Spiel geht es im wesentlichen darum, diese Gesetze (also die Spielregeln selbst) zu ändern. Wie Änderungen vorgenommen werden können, ist in einigen Paragraphen geregelt - nur können diese natürlich ebenso geändert werden wie diejenigen, welche regeln, wer wann wie gewinnen kann. Am Anfang gibt es eine klare Trennung zwischen Spielwelt und realem Leben, aber schon nach einigen Runden kann alles ganz anders aussehen... Wie das Spiel verläuft, und was für ein Spiel nach ein paar Runden gespielt wird, läßt sich beim besten Willen nicht im voraus sagen. Das hängt ganz von der Phantasie und den Neigungen der Spieler ab. |
|
Turnierfußball
|
(von Michael Schröpl)
Eine Variante von Turnited. Hier starten in jedem Turnier alle Vereine mit der gleichen Gesamtstärke, die vom GM festgelegt wird. Es spielt jeder gegen jeden (zur Glättung des Zufalls eventuell sogar mehrere Spiele), und die Gesamtpunktzahl aus allen Spielen entscheidet über die Plazierung eines Vereins. |
|
United
|
(von Alan Parr)
Jeder Teilnehmer an diesem Spiel betreut einen Fußballverein. Als Manager kann er (Fußball-) Spieler mit anderen Vereinen handeln oder vom Spielleiter-Angebot ersteigern, als Trainer kann er Aufstellungen für Spiele zusammenstellen und durch Härte bzw. Heimvorteil ergänzen, Talente heranziehen und die Stärke seiner Spieler durch Training erhöhen. Die Daten aller Spieler sind nur dem Manager bekannt; durch Tüfteln kann man jedoch Aufschlüsse über die Spielweise seiner Konkurrenten bekommen. Alle Vereine spielen in einem Ligasystem mit Auf- und Abstieg und in einem Pokalwettbewerb. Am Saisonende altern alle Spieler und verlieren einen Teil ihrer Stärke (jüngere weniger als ältere). Einen Sieger gibt es nicht - jeder Manager kann sich eigene Ziele setzen, z. B. unbedingt in die 1. Liga aufzusteigen oder seinen Verein so zu führen, daß er nach einigen Saisons nicht bankrott oder überaltert ist. Das Spiel hat kein definiertes Ende. |